Es gab eine Zeit, wo ich eine Brille gebraucht habe von dem Moment an, an dem ich aufgewacht bin, bis zu dem Moment bevor ich schlafen ging. Meine Augenärztin sagt mir, daß ich kurzsichtig bin, und daß ich eine Brille mit +2.75/+2.25 Dioptrien für meine ‘alten’ Augen brauche.
Im Juli 2000 verschrieb sie mir Linsen, die ich gehorsam und zweckdienlicherweise gekauft habe (teuer). Als 47-jähriger, sagt sie, habe ich das Glück, stärkere Augen als gewöhnlich zu haben. 40 wäre das richtige Alter für das Auftreten von Weitsichtigkeit – das ist wenn man beim Lesen die Entfernung ajustieren musst da man Schwierigkeiten hat, zu fokussieren und man dann die Augen zukneifen muss, um richtig zu sehen. Ich fuhr auch kein Auto ohne meine Brille. Zu dem Zeitpunkt hatte ich schon lange meinen “Gesichtsinnovativen Technologischen Verschönerungsvorgang” akzeptiert, die Brille fast den ganzen Tag lang zu tragen. Ich wurde auch mit Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) diagnostiziert. Seitdem ist es fur mich schwer geworden, nachts Auto zu fahren ohne meine Kontaktlinsen und Lesebrille gleichzeitig zu tragen, da ich Kontaktlinsen brauche um weit zu sehen, und die Lesebrille brauche, um den Tachometer zu sehen.
An einem Abend habe ich vergessen, meine Kontaktlinsen zu tragen. Ich mußte zum Autofahren meine Lesebrille über meine “normale” Brille tragen. So komisch wie es war, fühlte ich mich trotzdem lächerlich – umsomehr weil ich auch nicht für die Komik bezahlt wurde! Ebenso wurde das Fernsehen von einer normalen Entfernung aus anstrengend wenn ich meine Brille nicht auf hatte.
Dies war die “düstere“ Augenszenario für mich im August 2000. In diesem gleichen Monat nahm ich an dem “Ohne Brille klar sehen“ Seminar teil, das Augenübungen verschrieb, um Augenprobleme zu beseitigen. Vom 26. August bis Ende November des gleichen Jahres habe ich das “Palmieren”, das Tibetanische Rad und das “Sonnen” mindestens drei Mal täglich ausgeübt. Obwohl die ersten beiden Übungen dazu führten, daß sich über meine Augenhöhlen, Armen und Ellbogen der Schweiß aufbildete (auch wenn ich dies in einem klimatisierten Raum tat), fühlte ich mich sehr entspannt und ein bißchen erfrischt nach jedem 20-minütigem Zyklus.
Seitdem habe ich meine Kontaktlinsen überhaupt nicht aufgesetzt und ich habe niemals das Bedürfnis, meine Lesebrille zu benutzen, es sei denn ich muß nachts lange Entfernungen fahren. Ich habe auch mit den Übungen im November aufgehört. Ich brauche meine Brille nicht mehr für das Nachtfahren in der Stadt. Die wesentlichere Entwicklung ist, daß ich keinen Gebrauch mehr für meine Lesebrille habe. Was für eine unnötige Ausgabe, denn ich habe sie nur zweimal benutzt seitdem ich sie gekauft habe. Meine Augenärztin beschreibt dies als verbesserte “Naheinstellung” in meinen Augen.
Heutzutage setzte ich nur meine Brille auf, um Basketball im Fernsehen zu schauen, und auch dann nur, um die kleine Anzeigetafel in der Bildschirmecke zu lesen. Sonst habe ich keinen anderen guten Grund, um diese Brille überhaupt zu benutzen. Meine Sicht hat sich auf einem erheblich angenehmen Niveau verbessert.
Ich bin nicht einer, der gerne an Seminaren teilnimmt, aber ich habe mir immer die Zeit genommen, um Lösungen zu finden, die “natürlich-organisch”, mit Verlaub zu sagen, sind. Die gegebenen Übungen sind einfach und praktisch, und sind überall jederzeit machbar.
Die Philosophie ist intuitiv einleuchtend. Wenn etwas erfolgreich sein soll, sind natürlich Selbstdisziplin und Entschlossenheit zwei Bestandteile, die selbst auferlegt werden und kaum gelehrt werden.
Ich teile alle diese Erfahrungen da ich glaube, daß jedermann dazu geboren wird, die Gabe des natürlichen klaren Sichts zu haben. Große technologische Fortschritte haben nicht nur die Zerstörung und Minderung der natürlichen Fähigkeiten, die in uns und um uns herum sich befinden, verursacht, sondern jetzt auch die uralten Gebote, unsere natürlichen inneren Stärken und Eigenschaften zu nutzen, absichtlich übersehen. Manchmal zu Lasten eines ganzen Planeten, die meiste Zeit aber die listige komplette Zertstörung eines einfachen Konzepts. Augenverschlechterung ist ein Aspekt unserer Leben, die durch diese unverantwortliche Verbreitung von neuen medizinsichen Manipulationen des Milleniums getrieben werden. Es könnte eine gute Zeit sein, um näher in unsere Augen hinein zu schauen und wiederzuentdecken, was wir in uns haben, um sie von einer weiteren Entfaltung unbewußter Nutzlosigkeit und “Dysfunktion” abzuhalten. Oder sie einfach gesund oder so gut wie sie waren, als wir sie das erste Mal bekamen, zu erhalten. Denn am Ende des Tages ist es die innere Stärke, die zum Augenschein hervorkommt und die Besserung neu definiert – wenn nicht für die Qualität unserer Leben, dann vielleicht auch nur für die Qualität unserer Augen.
Philippine Daily Inquirer, Samstag, den 14. Juli 14, 2001, von Dyords Javier.
Nachtrag:
Dyords erzählte seiner Augenärztin ständig über Sehtraining. Sie glaubte ihm nicht. Also lud er sie ein, an Leos Seminar teilzunehmen, und für sich selbst zu entscheiden. Dr. Carmela Isabella ist tatsächlich zum Seminar gekommen und hat es sehr interessant gefunden.
Leo Angart with opthalmologist Dr. Carmela Isabela in Manila.