Die unglaublich rasante Entwicklung der Computer.-Technologie hat dazu geführt, dass in vielen Bereichen Arbeitsplätze ohne Computer undenkbar geworden sind. Seit ich 1979 meine ersten Computer zusammenbaute , konnte ich immer wieder die Auswirkungen der Computerarbeit auf den Menschen beobachten. In den frühen 90er Jahren hatte ich eine Softwarefirma mit 20 Angestellten. Es wurde schon sehr früh klar, dass Computerarbeit oft süchtig machende Eigenschaften hat. Der Cursor wird gleichsam zum Nabel der Welt und die Computeranwender tendieren dazu ihren Körper zu vergessen, was zu einer Reihe von Symptomen führt wie z.B. Nacken- und Schulterschmerzen .Während Ihres Arbeitslebens werden Sie wahrscheinlich 80.000 Stunden im Büro verbringen, etwa 68.000 davon vor dem Computer.
Viele Menschen verwenden eine Menge Zeit, um den eigenen Wohnraum behaglich zu gestalten .Aber den größten Teil des Tages verbringen wir nicht zuhause, sondern bei der Arbeit. Es ist deshalb wichtig, eine kluge Arbeitstrategie zu entwickeln („ nicht hart zu arbeiten, sondern smart “) und so viele ergonomische Verbesserungen vorzunehmen wie nur möglich. So können Sie am Computer arbeiten ohne die typischen Schmerzen zu entwickeln, über die Computeranwender so häufig klagen.
Viele, die am Computer arbeiten , berichten davon ,dass Ihre Sehfähigkeit kurz nachdem sie mit der Computerarbeit begannen, schlechter wurde. Die Augen sind einfach nicht dafür geschaffen, den ganzen Tag auf einen Computerbildschirm zu schauen, der sich in 50 bis 60 cm Entfernung befindet. Die Akkomodationsbreite ist durch die ständige Einstellung auf den Nahpunkt eingeschränkt, Verschwommensehen in der Ferne die Folge.
Wie neuere Forschungen zeigen , braucht es auch nach relativ kurzen Perioden der Arbeit am Computer nicht selten bis zu mehreren Stunden, bis sich die Sehfähigkeit wieder normalisiert. Anfänglich bemerken wir das vorübergehende Verschwommensehen , wenn wir bei der Computerarbeit aus dem Fenster schauen. .Es braucht einige Zeit bis sich die Augen auch auf Sehobjekte in der Ferne wieder scharf einstellen können. Werden diese Anzeichen ignoriert, was bei längerer Computerarbeit oft der Fall ist, tritt das Verschwommensehen in der Ferne dauerhaft auf und wir lassen uns eine Brille verschreiben.
Wir alle wissen, dass Brillen nicht den Sehfehler beheben können, sie korrigieren lediglich die Brechkraft. Nehmen wir die Brille ab, sind wir nach wie vor fehlsichtig. Es gibt jedoch eine gute Nachricht: Durch einfache Übungen , die Sie über den Tag verteilt , jeweils alle 30 Minuten für eine Minute durchführen, können Sie Ihre Sehkraft erhalten und sogar die normale Sehfähigkeit wieder erreichen. Sehen Sie bereits auf der Sehtafel den Großteil der Zeilen klar, ist eine Sehverbesserung natürlich schneller zu erreichen als wenn Sie oben auf der Tafel mit den größten Buchstaben beginnen, um dann nach und nach zu den unteren Zeilen zu gelangen.
Es folgen einige Übungen, die Sie jede halbe Stunde für ca. 1 Minute machen können. Sie sollten sich dabei abwechselnd jeweils eine Übung heraussuchen .Jedes Mal, wenn Sie eine der Übungen ausführen , erhöht sich Ihre Konzentrationsfähigkeit. Das Ergebnis ist eine anhaltend hohe Produktivität und Sie fühlen sich angenehm frisch auch am Ende eines langen Arbeitstages.
Except from “Gesund am Computer”
Computer haben uns von Beginn an fasziniert. Die unglaublich rasante Entwicklung der Computer-Technologie hat dazu geführt, dass in vielen Bereichen Arbeitsplätze ohne Computer undenkbar geworden sind. Sehr bald entdeckte man jedoch nicht nur Vorteile und Nutzen des Computers, sondern auch, welche Auswirkungen Computerarbeit auf unseren Körper hat.
Wenn Sie für Ihre Arbeit einen Computer benötigen, haben Sie sicherlich schon erlebt, dass Sie während der Arbeit oft ganz auf Ihren Körper vergessen. Erst nach Stunden intensiver Konzentration werden Sie sich der Anspannung bewusst, die sich in Ihrem Körper aufgebaut hat.
Wir alle wissen, dass der menschliche Körper nicht dafür geschaffen ist, den ganzen Tag vor einem Bildschirm zu sitzen. Unser Körper muss in Bewegung bleiben, um richtig funktionieren zu können. Wenn wir dieselbe Körperhaltung lange Zeit unverändert beibehalten, werden die Muskelgruppen, die wir dazu verwenden, so genannter „statischer Belastung“ ausgesetzt.
Durch den Mangel an Bewegung wird der Muskel längere Zeit in einem erhöhten Spannungszustand gehalten. Die Durchblutung der Muskeln wird reduziert und die Sauerstoff- und Energiezufuhr zu den Muskeln verringert. Der Abtransport der Stoffwechselprodukte wird erschwert und unter anhaltender Belastung sammeln die Muskeln Stoffwechselabfallprodukte an, denn bei ausreichender Blutversorgung können Nährstoffe zu den Muskelfasern hin- und Stoffwechselprodukte abtransportiert werden. In der Folge kommt es zu Muskelkrämpfen und Muskelschmerzen. Fast 80 % aller Computer-User erleben im Zusammenhang mit ihrer Arbeit Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen.
Mir wurde schon vor längerer Zeit klar, dass eine kluge Arbeitsstrategie von Nöten ist. Ich will viele Dinge erreichen und habe daher keine Zeit an Schmerzen zu leiden. Die Lösung ist sehr einfach: Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, hart arbeiten zu müssen, und arbeiten Sie smart. So können Sie Power-User bleiben und wenn Sie wollen, Tag und Nacht arbeiten, ohne die typischen Schmerzen zu entwickeln, über die Computer-User klagen.
Auch Ihre Augen werden durch Bildschirmarbeit beeinträchtigt. Untersuchungen zeigen, dass Arbeit im Nahbereich über längere Zeit zu Sehproblemen führen kann. Etwa 88% der Befragten führen ihre Sehprobleme auf Bildschirmarbeit zurück. Das menschliche Auge ist darauf eingerichtet, umherzuschweifen und Dinge in der Nähe und in der Ferne zu erkennen. Beim natürlichen Sehen wechselt die Scharfeinstellung oft zwischen nah und fern. In der Entwicklungsgeschichte des Menschen war es für das Überleben unabdingbar, Raubtiere und andere Bedrohungen rechtzeitig zu entdecken.
Heute haben wir dieses Problem nicht mehr. Das moderne Leben verlangt von immer mehr Menschen, dass sie in Büros und mit Computern arbeiten, und das ist vorwiegend Arbeit im Nahbereich – mit anderen Worten, wir verwenden unsere Augen dazu, Objekte, die sich in ca. 50 bis 60 cm Entfernung befinden, zu fokussieren.
Darüber hinaus erfordert Computerarbeit meist hohe Konzentration, was zusätzlichen Stress für die Augen bedeutet. Die Akkommodationsfähigkeit (die Fähigkeit scharf zu stellen / zu fokussieren) lässt dadurch spürbar nach, es kommt zu Akkommodationsschwäche. Im Sport hat man häufig Muskelkrämpfe, wenn man sich überanstrengt. Beim Sehen führt diese Art von Stress zu fortschreitender Kurzsichtigkeit. Anfänglich verschwindet verschwommenes Sehen über Nacht. Wenn das Zustandsbild jedoch nicht erkannt und behandelt wird, bleibt das verschwommene Sehen ständig. Die gute Nachricht ist, dass dies durch einfache Sehtrainingsübungen und Beachtung der Ergonomie am Arbeitsplatz leicht wieder korrigiert werden kann.
Computerarbeit bedingt zumeist auch das Schreiben auf einer Tastatur und die Verwendung einer Maus. Unsere Hände sind zwar erstaunlich flexibel, doch wenn wir dieselbe Bewegung ständig wiederholen, kann dies zu RSI führen. RSI bedeutet „Repetitive Strain Injuries“, also „Schädigung durch sich ständig wiederholende Belastungen“. Ständiges Schreiben auf einer Tastatur zum Beispiel kann zu typischen Problemen im Handgelenk führen, unter anderem zu Carpaltunnelsyndrom. Führen Sie sich einmal vor Augen, auf wie viele Anschläge Sie in einer Woche, einem Monat, einem Jahr kommen. Das sind Millionen wiederholte Bewegungen.
Wenn Sie dafür sorgen wollen, dass Sie mit 80 noch bequem Ihre Memoiren schreiben können, sollten Sie rechtzeitig damit beginnen, sich einige einfache Übungen und Arbeitsgewohnheiten anzueignen. Das bedeutet nicht, dass Sie für Ihre Arbeit länger brauchen, sondern dass Sie klüger arbeiten, so dass sich Ihre Arbeit am Computer nicht nachteilig auf Ihren Körper auswirkt.
Dieses Buch soll Ihnen die wichtigsten Informationen über die beteiligten Muskeln und einige einfache Übungen anbieten, die Sie während des Tages durchführen können. Wenn Sie alle 20 Minuten eine Minute Pause machen und eine der Übungen ausführen, sind Sie auf dem besten Weg, Ihren Körper gesund zu erhalten. Die meisten der angebotenen Übungen können Sie sowohl im Sitzen als auch im Stehen machen.
In Japan beginnt jeder Bürotag mit einer Reihe von Aufwärmübungen. Das ist eine großartige Idee. Wenn Sie nur einige wenige Minuten dafür verwenden, Verspannungen in Ihrem Rücken und im Nacken zu lösen, beugt dies einer Verschlechterung vor. Außerdem bekommt auch Ihr Gehirn eine willkommene Pause, so dass Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration wieder gestärkt werden. Und jedes Mal, wenn Sie Ihre Körperhaltung ändern, erhöht sich auch Ihre Konzentrationsfähigkeit. Das Ergebnis ist anhaltend hohe Produktivität.
Wir sind nicht zum Sitzen geschaffen
Während Ihres Arbeitslebens werden Sie wahrscheinlich 80.000 Stunden im Büro verbringen, etwa 68.000 davon sitzend. Falsches Sitzen ist die Hauptursache für Rückenschmerzen. Erstaunliche 80% der Teilnehmer an Umfragen geben an, dass sie als Folge ihrer Arbeit an Rückenschmerzen leiden. Mehr als die Hälfte aller körperlichen Beschwerden, die Computer-User anführen, sind Rückenschmerzen, und etwa jede vierte Arbeitskraft, die hauptberuflich am Bildschirm arbeitet, entwickelt RSI-Symptome durch gleichbleibende Belastungen. Das US Department of Labor geht sogar so weit zu sagen: „Die Arbeit, die am wahrscheinlichsten zu Schädigungen führt, ist Sitzen an einem Schreibtisch.“
Als Grund für krankheitsbedingten Arbeitsausfall stehen Erkrankungen der Wirbelsäule an zweiter Stelle nach Erkältungen. Mehr als ein Drittel der Beschäftigten in der EU, das sind etwa 44 Millionen arbeitende Menschen, berichtet von Schmerzen im unteren Rückenbereich während und nach der Arbeit. Laut der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz OSHA liegen Schätzungen der EU-Mitgliedsstaaten betreffend die Kosten, die der Wirtschaft durch arbeitsbedingte Gesundheitsschäden erwachsen, zwischen 2,6 und 3,8% des Bruttosozialprodukts. Zwischen 40 und 50% dieser Kosten werden durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursacht.
Wir sind nicht dafür geschaffen, zehn Stunden am Tag an einem Computer zu sitzen. Wir müssen uns bewegen, damit unser Körper gut funktioniert. Bei statischer Körperhaltung hingegen müssen ständig dieselben Muskelgruppen arbeiten. Wenn man die Körperhaltung nicht häufig verändert, bedeutet dies anhaltenden Stress, aber selbst minimale Bewegungen verlagern die Anspannung auf andere Muskelgruppen und erlauben den bisher belasteten Muskeln, sich auszuruhen und sich zu erholen.
Muskelschmerzen und Wirbelsäulenschäden als Folge von Computerarbeit können verhindert werden, wenn man sich einige einfache aber sehr wirkungsvolle Gewohnheiten aneignet. Zum Beispiel sind häufige Ein-Minuten-Pausen, in denen man eine leichte Muskelentspannungs- und Dehnungsübung ausführt, sind besonders wirkungsvoll, um durch Computerarbeit verursachten Problemen wie verspannten Nacken-, Schulter- und Rückenmuskeln vorzubeugen. Körperliches Wohlbefinden führt auf natürliche Weise zu besserer Konzentration und zu höherer Arbeitsleistung.
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