Bates Biographie

Bates, William Horatio, Augenarzt, geboren am 23. Dezember 1860 in Newark, N.J., als Sohn von Charles und Amelia (Halsey) Bates.

Er schloss 1881 mit einem BA an der Cornell Universität ab und erhielt seinen Doktortitel 1885 an der medizinischen Fakultät. Er richtet sich eine Praxis in New York City ein und arbeitete eine zeitlang als Assistenzarzt an der Manhatten Augen- und Ohrenklinik. Er war auch behandelnder Arzt von 1886-88 beim Bellevue Krankenhaus und von 1886-98 an der New Yorker Augenklinik, der Northern und Northeastern Dispensary.

Er war Dozent für Ophthalmologie von 1886-91 an der New York Post-Graduate Medical School and Hospital. Bates widmete sich in seinen medizinischen Studien zunächst den verschiedenen Organen am Kopf, beschränkte sich dann aber ausschließlich auf die Augen. 1896 beendete er seine Tätigkeit am Krankenhaus und widmete sich der Forschungsarbeit. Nachdem er einige Jahre in Grand Forks, North Dakota gearbeitet hatte, ging er zurück nach New York und war dort von 1907-22 behandelnder Arzt am Harlem Hospital.

Mit seinen Experimenten bewies William Bates, dass normales Sehvermögen die zentrale Fixierung beinhaltet, diese aber niemals unverändert bleibt. Die von ihm daraufhin entwickelte Methode, die eine Fehlsichtigkeit ohne Einsatz einer Brille behandelte, basierte genau auf diesem Prinzip. Mit Hilfe dieser Methode wurde die Wahrnehmungstheorie des „Bewusstseinsfelds“ praktisch angewendet. Dabei geht es um den Punkt des fokussierten Interesses, den so genannten Punkt der bewussten Wahrnehmung, umgeben von einem Feld der zunehmenden Unschärfe.

Mit Hilfe seiner Methode sollte die zentrale Fixierung im Auge des Patienten entwickelt werden, indem sich dieser in der doppelten Kunst übt, die Augen gleichzeitig zu entspannen und zu fokussieren. In seinen Experimenten entwickelte William Bates eine Methode, um die Veränderungen in der Hornhautkrümmung während der Augenbewegungen fotografisch festzuhalten.

Diese Arbeit ist nachzulesen in „A Study of Images Reflected from the Cornea, Iris, Lens, and Sclera“ (N.Y. Medical Journal, 18. Mai 1918)

Seine Forschungsarbeiten über den Einfluss des Gedächtnisses auf die Sehfähigkeit werden in „Memory as an Aid to Vision“ (N.Y. Medical Journal, 24. Mai 1919) beschrieben.

In 1894, während er sich mit dem therapeutischen Effekt der aktiven Eigenschaften der endokrinen Drüse auf das Auge auseinandersetzte, entdeckte er die adstringierenden und blutstillenden Eigenschaften des wässrigen Extrakts der Nebenniere, später bekannt als Adrenalin.

Im Jahr 1896 gab er seine Entdeckung bekannt in einem Vortrag vor der New York Academy of Medicine. 1886 führte er eine neue Operationsmethode ein, um anhaltende Schwerhörigkeit durch das Punktieren oder Einschneiden des Trommelfells zu beheben.

1919 veröffentlichte er sein Buch „Rechtes Sehen ohne Brille“, welches er zum Selbstkostenpreis herausgeben musste. Er stellte darin seine Theorien vor, die größtenteils nicht den etablierten wissenschaftlichen Normen in der Augenheilkunde entsprachen. Er schrieb Artikel über seine Methoden. Er war Mitglied der New York State Medical Society und gehörte der Holländischen Reformierten Kirche (Dutch Reformed Church) an. Er war sehr sportlich und spielte leidenschaftlich gerne Tennis, wurde darin mehrfach ausgezeichnet und war sogar Landesmeister, als er in North Dakota lebte. Er war ein ausgezeichneter Läufer und erhielt im stolzen Alter von 58 Jahren noch eine Auszeichnung.

William Bates war ein ruhiger, bescheidener Mann, ein gewissenhafter Student der Literatur und Astronomie. Er hatte eine große Vorliebe für Kinder. Er war drei mal verheiratet: in 1883 heiratete er Edith Kitchell von New York City, mit der er einen Sohn, Halsey Bates, hatte; sie starb im Jahr 1886. Seine zweite Frau war Margaret Crawford, die 1927 starb und ihm 2 Kinder hinterließ, William Crawford und Milo Bates, Ehefrau von Charles McComb. Seine dritte Frau, Emily (Ackermann) Lierman, Tochter von Robert Ackermann aus Newark, N.J., heiratete er am 9. August 1928. William Bates starb am 10. Juli 1931 in New York City.“ (Aus: National Cyclopaedia of American Biography, Vol. 24, S.383-384.)

 

 

 

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