20/20 Sehstärke - Autorefractor

20/20 Sehstärke

20/20 gilt als normale Sehkraft und bezeichnet die Fähigkeit, 8,7 Millimeter hohe Buchstaben auf einer Sehtafel aus einer Entfernung von 6 Metern (20 Fuß) einwandfrei zu erkennen. Im metrischen System entspricht das 6/6. Die erste Zahl gibt die Prüfentfernung an, die zweite jene Entfernung, aus der jemand mit normaler Sehfähigkeit die betreffende Buchstabenreihe erkennen könnte.
Die Angabe der Sehschärfe erfolgt häufig als Dezimalzahl. Bei 20/20 ergibt die Division der beiden Zahlen einen Visus von 1.

Achse

Astigmatismus wird mit Zylindergläsern korrigiert. Der Achsenwert gibt die Lage der Zylinderachse im Brillenglas in Winkelgraden an.

Addition (Add)

Der Nahzusatz bei Mehrstärken- und Gleitsichtbrillen wird als Addition bezeichnet. Die Addition gibt an, um wie viel Dioptrien die Nahwirkung stärker sein muss als die Fernwirkung (Fernbrillenstärke + Addition = Nahbrillenstärke)

Akkommodation / Fokussieren

Einstellung des Auges auf die jeweilige Sehentfernung (siehe auch Ziliarmuskel); beruht auf der Fähigkeit der Augenlinse, ihre Form zu verändern. Wenn das Akkommodationsvermögen gut funktioniert, kann das Auge schnell und ohne Anstrengung auf wechselnde Entfernungen scharf stellen, ähnlich einer automatischen Scharfstellfunktion einer Kamera.

Akkommodationsbreite

Maximales Akkommodationsvermögen. Entspricht bei Kindern normalerweise einem Nahpunkt-Abstand von 5 bis 10 Zentimetern, bei jungen Erwachsenen 10 bis 12. Bei Fünfundvierzigjährigen erwartet man etwa 50 Zentimeter und bei Achtzigjährigen etwa 150. Mit Sehtraining kann man den Nahpunkt des Scharfsehens jedoch aufrecht erhalten oder wieder gewinnen.
Als Akkommodationsbreite bezeichnet man auch die Dioptriendifferenz zwischen Nahpunkt und Fernpunkt.

Akkommodations-ruhelage

Bei Fehlen eines Sehreizes, zum Beispiel bei Dunkelheit, nehmen die Augen eine natürliche Ruhelage ohne Muskelanspannung ein. Der optimale Ruhepunkt der Akkommodation liegt normalerweise etwa zwischen 50 und 80 Zentimetern. Bei Weitsichtigen liegt er weiter entfernt, etwa zwischen 150 und 180 Zentimetern.

Arbeitsabstand zum Bildschirm

Ihr Bildschirm steht üblicherweise 60 Zentimeter entfernt. Das bedeutet, dass die optimale Sehentfernung mit einer Lesebrille, die auf eine Entfernung von 40 Zentimetern eingestellt ist, um 20 Zentimeter zu kurz ist. Wenn Sie längere Zeit unter solchen Bedingungen arbeiten, wird Ihr Sehvermögen höchstwahrscheinlich leiden.

Astigmatismus (Stabsichtigkeit)

Hornhautverkrümmung. Normalerweise bildet die Hornhaut (Cornea), der klare Teil des Auges, eine perfekte Kuppel. Wenn ein oder mehr Muskeln mehr gespannt sind als andere, wird die Hornhaut unregelmäßig gewölbt, und Sie haben Astigmatismus. Lichtstrahlen, die auf das Auge fallen, treffen sich nicht in einem Punkt (vergleichbar einer ausgefransten Schnur). Dies führt zu verschwommenen oder verzerrten Bildern. Die Brillenkorrektur erfolgt durch Zylindergläser.

Augapfel

Der Augapfel des Erwachsenen hat einen Durchmesser von etwa 24 Millimetern. Die Wand des Augapfels besteht im Wesentlichen aus drei Schichten: äußere Augenhaut (Lederhaut und Hornhaut), mittlere Augenhaut (Aderhaut und Iris) und innere Augenhaut (Netzhaut). Der Innenraum des Augapfels enthält den Glaskörper und die Linse.
Bei
Weitsichtigkeit ist der Augapfel zu kurz, bei Kurzsichtigkeit zu lang.

Augenlinse

Die Augenlinse liegt hinter der Iris. Sie wird durch die Muskulatur mehr oder weniger gekrümmt und besitzt dadurch die Fähigkeit, Objekte in unterschiedlichen Entfernungen zu fokussieren (Akkommodation). Beim Fokussieren auf die Nähe wird die Linse kugelförmiger, beim Scharfstellen auf entfernte Objekte wird sie flacher.

Autorefraktor

Messgerät, das die Lichtbrechung im Auge misst, um Brechkraftfehler zu bestimmen, meist in Verbindung mit einem Keratometer zur Messung von Astigmatismus. Ein Autorefraktor misst jedoch nicht genau genug, um als einzige Grundlage für eine Brillenverschreibung zu dienen. Deshalb ist diese Messung nur der erste Schritt einer Brillenglasbestimmung.

Beleuchtungsstärke - Lux

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke beschreibt die in einer bestimmten Entfernung auf eine bestimmte Fläche fallende Lichtmenge (Lumen) und wird in Footcandles (fc) oder Lux (lx) ausgedrückt, wobei 1 fc etwa 10 lx entspricht. Die Beleuchtungsstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab.

Bifokalgläser

Zweistärkengläser zur Korrektur der Sehschärfe in zwei verschiedenen Entfernungen (Minuslinse für die Ferne oben und Pluslinse für das Nahsehen unten).

Bindehaut (Conjunctiva)

Durchsichtige Schleimhaut, die die Augenlider mit dem Augapfel verbindet. Sie wird von Tränenflüssigkeit feucht gehalten und ist kälte- und schmerzempfindlich.

Brechkraft

Fähigkeit des Auges, die von einem Punkt ausgehenden Strahlen wieder in einem (Brenn-)Punkt zu vereinigen. Die Brechkraft sagt aus, wie stark parallel einfallende Lichtstrahlen vom Auge gebrochen werden. Die Einheit der Brechkraft ist die Dioptrie.

Conjunctiva / Konjunktiva

siehe Bindehaut

Cornea / Kornea

siehe Hornhaut

CRI

Farbwiedergabeindex CRI (Colour Rendering Index). Gibt auf einer Skala von 1 bis 100 in Prozent an, wie nah das Lichtspektrum einer Lichtquelle dem Spektrum von Sonnenlicht kommt. Je näher an 100, umso besser.

Dioptrie (dpt)

Maßeinheit für die Brechkraft einer optischen Linse oder eines Prismas (Kehrwert der in Metern gemessenen Brennweite).
Die Stärke von Brillen oder Kontaktlinsen wird in Dioptrien (dpt) gemessen. Eine Linse mit 0,5 Dioptrien ist sehr schwach, eine Linse mit 10 Dioptrien sehr stark.
Weitsichtigkeit wird mit positiven Dioptriewerten angegeben, Kurzsichtigkeit mit negativen.

Divergenz

gleichzeitige Auswärtsbewegung der Augen beim Blick in die Ferne (divergieren = sich voneinander entfernen) – vgl. Konvergenz

Dynamisches Sehen

Sehvermögen bei Bewegung, also wenn wir umherblicken oder wenn unsere Augen einem sich bewegenden Objekt folgen (im Gegensatz zu statischem Sehen).

emmetrop

normalsichtig

Emmetropie

siehe Normalsichtigkeit

Emmetropisierung


Wachstum des Augapfels in Richtung Normalsichtigkeit, Anpassung des Augenlängenwachstums an die Sehschärfe. Der Durchmesser des Augapfels eines Babys beträgt etwa 17 Millimeter. Während der ersten 15 Jahre wächst der Augapfel langsam bis zur Größe eines erwachsenen Auges von etwa 24 Millimetern. Forschungen zeigen, dass Plus- oder Minuslinsen, die den Augen vorgesetzt werden, Teil des Mechanismus werden, der das Augenlängenwachstum steuert. Eine Minuslinse verlängert den Augapfel und verschlimmert dadurch Kurzsichtigkeit. Pluslinsen bewirken den gegenteiligen Effekt.

Farbtemperatur

Die Farbtemperatur ist ein Maß für die spektrale Energieverteilung, also den Farbeindruck einer Lichtquelle. Sie steht im Verhältnis zur Temperatur, auf die man einen schwarzen Körper aufheizen müsste, damit er Licht der gleichen Farbe abgibt. Die Farbtemperatur wird in Kelvin (K) gemessen, benannt nach dem britischen Physiker William Lord Kelvin, der in einem Experiment Kohle erhitzte und dabei feststellte, dass diese mit steigender Temperatur verschiedene Farben produzierte.
Niedrige
Farbtemperaturen sind mehr rot-orange, höhere mehr blau. Die Flamme eines brennenden Streichholzes beispielsweise hat etwa 1.700 Kelvin, während Sonnenlicht etwa 5.000 Kelvin hat.

Fernpunkt

Maximale Entfernung, in der man absolut scharf sehen kann (in Zentimetern). Lässt sich so wie der Nahpunkt in Dioptrien umrechen.

fokussieren

scharf stellen – siehe Akkommodation

Footcandle

Einheit der Beleuchtungsstärke. Eine Kerze mit der Lichtstärke 1 Candela erzeugt in einer Entfernung von 1 Fuß (ca. 30 Zentimeter) 1 Footcandle.

Fotorezeptoren / Photorezeptoren

Lichtempfindliche Sinneszellen der Netzhaut (Stäbchen und Zäpfchen), mit deren Hilfe Lichtsignale in für das Gehirn verwertbare Signale umgewandelt werden. Die Stäbchen sind weit zahlreicher und lichtempfindlicher als die Zäpfchen.

Fusion

Verschmelzung der Bildeindrücke beider Augen zu einem einzigen Bild

Gleitsichtgläser (Progressivgläser)

Multifokale Gläser mit gleitenden Übergängen vom Fernbereich über die mittlere Distanz zum Nahbereich. In der Progressionszone zwischen Fern- und Nahteil steigt die Wirkung kontinuierlich an.

Glühlampen

Konventionelle Glühlampen enthalten einen Glühfaden aus Wolfram (Tungsten), der erhitzt wird. Sie erzeugen ein gelb-oranges Licht.

Grauer Star (Katarakt)

Trübung der normalerweise klaren und durchsichtigen Augenlinse, die verhindert, dass Lichtstrahlen durchkommen. Siehe auch Linsenimplantat.

Hornhaut

Der vorderste, vor der Pupille liegende durchsichtige Teil der äußeren Augenhaut schützt das Auge nach außen.

Hyperopie

siehe Weitsichtigkeit

Hypertrophie

Größen- und Gewichtszunahme eines Gewebes oder Organs

IE

so genannte „Internationale Einheiten“, von der WHO für biochemisch wirksame Substanzen festgesetzt

Iris

Regenbogenhaut, der sichtbare farbige Teil des Auges. Passt die Öffnung der Pupille der Helligkeit an.

Katarakt

siehe Grauer Star

Kelvin

siehe Farbtemperatur

Konkavlinse (Zerstreuungslinse)

siehe Minusgläser

Konvexlinse (Sammellinse)

siehe Plusgläser

Konvergenz

gleichzeitige Einwärtsbewegung der Augen beim Blick in die Nähe (konvergieren = sich aneinander annähern) – vgl. Divergenz

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Die Brechkraft des Auges ist zu hoch, die Lichtstrahlen kreuzen sich also vor der Netzhaut. Entfernte Gegenstände können nicht scharf gesehen werden. Kurzsichtigkeit wird mit Minusgläsern korrigiert.

Leuchtstofflampen

Leuchtstofflampen sind Niederdruck-Gasentladungslampen, die mit Quecksilberdampf gefüllt sind. Sie haben kein kontinuierliches Farbsektrum, sondern eine zackige Frequenzverteilung, so dass einige Farben fehlen. Um das auszugleichen, sind diese Lampen mit einer Mischung verschiedener fluoreszierender Leuchtstoffe beschichtet. Dadurch gelangen jedoch weniger Informationen von der Leseoberfläche zum Auge und das Lesen wird erschwert. Ältere Leuchtstofflampen flimmern und ermüden die Augen. Heute ist meist ein elektronisches Vorschaltgerät integriert, um diesen Effekt zu minimieren..

LED

Eine Leuchtdiode (LED = Light Emitting Diode) hat eine weit höhere Energie-Effizienz als jede andere Technologie. Sie verbrauchen nur 10 Prozent der Energie, die herkömmliche Glühlampen verbrauchen. Um Weiß zu erzeugen, werden Leuchtdioden verschiedener Farben kombiniert.

Leseabstand

35 bis 45 Zentimeter gelten als normaler Leseabstand. Lesebrillen werden üblicherweise auf diese Entfernung angepasst.

Linse

1) Augenlinse

2) Linsenglas

Linsenimplantat

Künstliche Linsen werden nach einer Katarakt-Operation eingepflanzt. Üblicherweise sind sie monofokal, doch es gibt auch multifokale Linsenimplantate.
Manche Ärzte schlagen Linsenimplantate auch zur Korrektur der Sehschärfe vor. Es ist jedoch beinahe unmöglich, implantierte Linsen wieder zu entfernen, falls sich Ihre Sehkraft später im Leben ändert.

Lumen (lm)

Mit Lumen misst man den Fluss des sichtbaren Lichts (den Lichtstrom). Diese Maßeinheit wird auch zur Berechnung der Beleuchtungsstärke verwendet: Lux = Lumen pro Quadratmeter, Footcandle = Lumen pro Quadratfuß.

Lux (lx)

Einheit der Beleuchtungsstärke. Eine Kerze mit der Lichtstärke 1 Candela erzeugt in einer Entfernung von 1 Meter 1 Lux.

Makula lutea - Zylindergläser

Makula lutea
(Gelber Fleck)

So genannter Gelber Fleck der Netzhaut, in dessen Mitte sich die Stelle des schärfsten Sehens befindet. Die Makula sorgt dafür, dass wir feine Details klar sehen.

(trockene) Makuladegeneration

Der Zerfall von Zellen der Makula führt zu einem allmählichen Verlust des zentralen Sehens.

Minusgläser

Konkavlinsen oder Zerstreuungslinsen (in der Mitte dünner als im Randbereich) zerstreuen die eintreffenden Lichtstrahlen und verringern die Brechkraft. Sie stimulieren das Fokussieren. Minusgläser werden in Brillen oder Kontaktlinsen bei Kurzsichtigkeit (Myopie) eingesetzt. Vgl. Plusgläser.

Monovision

Ein Auge wird auf den Nahbereich eingestellt, das andere auf die Ferne.
Von „modifizierter Monovision“ spricht man, wenn ein Auge mit einer Einstärkenlinse und das andere mit einer Mehrstärkenlinse ausgestattet wird.

Müde Augen

Schlaf allein genügt nicht immer, um die Augen zu entspannen. Wirkungsvolle Entspannung bringt die Behandlung mit heißen und kalten Handtüchern

Mehrstärkengläser

Bifokal-, Trifokal- und Gleitsichtgläser berücksichtigen mehrere Entfernungen. Für manche Menschen ist es unmöglich, sich an Mehrstärkengläser zu gewöhnen.

Multifokalgläser

In einem Glas sind mehrere Brillenglasstärken vereint, wobei mindestens drei Entfernungen berücksichtigt werden (Ferne, Mitteldistanz, Nähe). Im Sprachgebrauch werden jedoch auch bifokale Gläser mit einbezogen.

Myopie

siehe Kurzsichtigkeit

Nahpunkt

Minimale Entfernung, in der man absolut scharf sehen kann (in Zentimetern). Lässt sich so wie der Fernpunkt in Dioptrien umrechen.

Nahsehprobe

Auf den Sehproben für die Nahsicht sollten Sie 5-Punkt-Druck lesen können.

Netzhaut (Retina)

Die innere Augenhaut des Augapfels enthält die Lichtsinneszellen (FotorezeptorenStäbchen und Zäpfchen), die das auf der Netzhaut auftreffende Licht in elektrische Signale umwandeln, die ihrerseits dann über den Sehnerv zum Gehirn weitergeleitet werden. Siehe auch Makula.
Bilder, die vor oder hinter der Netzhaut auftreffen, können nicht scharf gesehen werden.

Normalsichtigkeit (Emmetropie)

Hornhaut, Linse, Netzhaut und die Länge des Augapfels sind so aufeinander abgestimmt, dass auf der Netzhaut ein klares Bild entstehen kann. Durch Verformung der Augenlinse (Akkommodation) können Bilder aus verschiedenen Entfernungen scharf abgebildet werden.

Omega-3, Omega-6

Essenzielle Fettsäuren (werden nicht vom Körper produziert), die der Körper bei trockenen Augen in besonderem Maße benötigt. Sie sind in Walnuß- und Leinsamenöl im richtigen Verhältnis enthalten.

Ophthalmologie

Augenheilkunde

Optischer Mittelpunkt

Punkt der besten Sehleistung eines Brillenglases (keine prismatische Wirkung), muss direkt vor den Augen liegen. Andernfalls wirkt die Linse wie ein Prisma, wodurch die Koordination der Augen beeinträchtigt wird. Wenn die Augen dies auszugleichen versuchen, kann das zu Überanstrengung und Kopfschmerzen führen.

Optometrie

Wissenschaft von der Vermessung und Korrektur visueller Abweichungen. Mit augenoptischen Verfahren werden Sehfehler vermessen und Sehhilfen bestimmt, angepasst und angefertigt.
Die
Verhaltensoptometrie ist ein Spezialgebiet der Optometrie. Sie beschäftigt sich ganzheitlich mit Sehproblemen, indem sie die individuelle Vorgeschichte und das Umfeld des Betroffenen mit einbezieht.

Optometrist

Im angelsächsischen Raum ist dieser Berufszweig zwischen Optiker und Augenarzt angesiedelt, auf europäischer Ebene wird der Beruf des Optometristen zur Zeit neu definiert. Die Ausbildung von Optometristen und was sie diagnostizieren und behandeln dürfen ist von Land zu Land verschieden.

Palmieren

Dr. Bates’ einzigartige Methode, das Sehsystem zu entspannen, indem man die Handflächen aneinander reibt, bis sie warm sind, und dann die geschlossenen Augen, ohne sie zu berühren, mit den Händen etwa eine Minute bedeckt.

Plusgläser

Konvexlinsen oder Sammellinsen (in der Mitte dicker als im Randbereich) bündeln die eintreffenden Lichtstrahlen und vergrößern die Brechkraft. Sie werden in Brillen oder Kontaktlinsen für Weitsichtigkeit (Hyperopie) und in Lesebrillen eingesetzt. Vgl. Minusgläser.

Presbyopie

Bei der Presbyopie (so genannte Alterssichtigkeit) verringert sich die Fähigkeit des Auges, sich auf die Nähe einzustellen. Der normale Leseabstand verschiebt sich immer weiter in die Ferne und Sie brauchen eine Lesebrille.

Prisma

Ein Prismenglas lenkt Lichtstrahlen in eine bestimmte Richtung ab. Prismengläser werden verwendet, um eine Augenfehlstellung zu diagnostizieren und um eine unzureichende Zusammenarbeit der beiden Augen (Winkelfehlsichtigkeit, Schielen) zu korrigieren.

Progressivgläser

siehe Gleitsichtgläser

Progressionszone

Übergangsbereich zwischen der Fern- und Nahzone eines Gleitsichtglases für das Sehen auf mittlere Entfernungen.

Pupille

Öffnung in der Iris, durch deren Vergrößerung oder Verkleinerung der Lichteinfall auf die Netzhaut gesteuert wird. Die Pupille verengt sich durch Lichteinfall und beim Sehen in der Nähe.

Pupillendistanz (PD)

Abstand von der Pupillenmitte beim Blick geradeaus bis zur Mitte der Nasenwurzel (Mitte der Brillenfassung)

Refraktion

Lichtbrechung. Wird in der Augenoptik auch für die Augenglasbestimmung (Refraktionsbestimmung) verwendet.
Die
objektive Refraktion ist eine vorbereitende Messung mit Hilfe eines Autorefraktors. Bei der subjektiven Refraktion kommt es auf Ihre persönliche Rückmeldung an, denn nur Sie selbst können wirklich beurteilen, ob Sie etwas klar sehen oder nicht.

Retina

siehe Netzhaut

Ruhepunkt

Siehe Akkommodationsruhelage

Sehtafel / Sehprobentafel

Der niederländische Augenarzt Hermann Snellen entwickelte eine Tafel mit mehreren Reihen von Buchstaben zur Messung der Sehschärfe. Jede Zeile repräsentiert einen fünfprozentigen Unterschied. Wenn Sie eine Buchstabengröße von 8,7 Millimetern (die zweitletzte Zeile) aus einer Entfernung von 6 Metern lesen können, wird dies als normale Sehfähigkeit betrachtet. Beachten Sie, dass die Mindestentfernung 5 Meter betragen muss, da Sie sonst kein aussagekräftiges Ergebnis erhalten. Siehe auch 20/20 Sehstärke.

Sehtraining

Das Sehen wird von Muskeln reguliert, also kann man es auch trainieren. Sehtraining zielt darauf ab, Ihre natürliche Sehfähigkeit wieder herzustellen.

Sphäre (sph)

Der sphärische Wert gibt die Stärke des verordneten Brillenglases in Dioptrien (dpt). Ein Minuswert bezieht sich auf eine Konkavlinse (Korrektur von Kurzsichtigkeit), ein Pluswert auf eine Konvexlinse (Korrektur von Weitsichtigkeit und Presbyopie).

Stäbchen

Die etwa 120 Millionen Fotorezeptoren der Netzhaut, die sehr lichtempfindlich sind und Helligkeit, Formen und Bewegung wahrnehmen. Sie ermöglichen das Hell-Dunkel-Sehen und dienen hauptsächlich dem Sehen bei schwachem Licht und in der Nacht. Stäbchenzellen sind besonders empfindlich gegenüber blauem Licht, weshalb wir grelles Licht (hoher Blauanteil) als unangenehm empfinden.

Tageslichtstandard

Normen für Tageslicht: D55 repräsentiert Tageslicht zur Mittagszeit, D65 durchschnittliches Tageslicht, und D75 ist der Standard für nordseitiges Tageslicht. Nicht alle „Tageslichtlampen“ weisen wirklich ein Tageslichtspektrum auf.

Tränenfilm

Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten: Fettschicht, wässrige Schicht und Schleimschicht. Die Fettschicht des Tränenfilms verhindert ein schnelles Austrocknen und hat vielfältige Schutzfunktionen. Wenn die Nahrung nicht genügend Fette enthält, kann das zu trockenen Augen führen.

Triangulation

räumliches Sehen

Trifokalgläser

Dreistärkengläser zur Korrektur der Sehschärfe in drei verschiedenen Entfernungen (Ferne, Mitteldistanz, Nähe)

Trockene Augen

Störung des Tränenfilms, der die Augenoberfläche befeuchtet und schützt, entweder weil nicht genügend Tränenflüssigkeit produziert wird oder weil die natürliche Zusammensetzung des Tränenfilms gestört ist. Siehe auch Omega-3, Omega-6.

Vergenz

Stellung der Augenachsen zueinander: Konvergenz (zusammenlaufend) und Divergenz (auseinanderlaufend)

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Die Brechkraft des Auges ist zu gering, die Lichtstrahlen kreuzen sich also erst hinter der Netzhaut und auf der Netzhaut entsteht ein unscharfes Bild. Weitsichtigkeit wird mit Plusgläsern korrigiert.

Zäpfchen / Zapfen

Die etwa 6 Millionen Fotorezeptoren der Netzhaut, die dem Sehen bei Tageslicht dienen und hauptsächlich für das Farbensehen verantwortlich sind. Der Mensch besitzt drei Zapfenarten (Rot-, Grün- und Blaurezeptoren). Sie ermöglichen zusammen mit den Stäbchen das Sehen.
Die größte Konzentration an Zäpfchenzellen findet sich in der
Makula.

Ziliarmuskel (Ringmuskel)

Der Ziliarmuskel umgibt die Augenlinse ringförmig und verändert bei der Akkommodation die Linsenwölbung.
Die Linse ist mit vielen kleinen Fasern, den
Zonulafasern, am Ringmuskel aufgehängt. Bei der Nahakkommodation zieht sich der Muskel zusammen, so dass sich die Aufhängebänder entspannen und die Linse durch ihre Elastizität kugelförmiger wird. Bei der Fernakkommodation entspannt sich der Muskel, die Zonulafasern werden gespannt und ziehen die Linse flach.

Zonulafasern

Aufhängebänder der Augenlinse. Siehe Ziliarmuskel.

Zylindergläser

Astigmatismus wird durch zylindrisch geschliffene Gläser korrigiert. Der Zylinderwert (zyl / cyl) einer Brillenverordnung gibt die Stärke des Zylinderelements zur Korrektur einer Hornhautverkrümmung in Minus-Dioptrien an.

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